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Datum/Zeit |
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27,23 € |
-0,17 € |
-0,61 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005140008 |
514000 |
- € |
- € |
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Deutsche Bank-Aktie: Deutsche Bank klagt über Wechselkurseffekte 26.07.2012
Frankfurter Tagesdienst
Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" bleiben bei der Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) ohne Position.
Die Deutsche Bank habe die Investoren wissen lassen, dass man die Erwartungen an die Bilanz zu Q2 nicht werde erfüllen können. Ein Blick auf die Konsensschätzung zeige, dass man bislang von einem Vorsteuergewinn von 1,4 Mrd. Euro ausgegangen sei. Es werde wohl lediglich eine Mrd. Euro werden. Im entsprechenden Vorjahresquartal habe man noch 1,8 Mrd. Euro verdient. Nach Steuern habe seinerzeit ein Ergebnis von 1,2 Mrd. Euro in der Bilanz gestanden. Für Q2/2012 rechne die Bank mit einem Nettoergebnis von 700 Mio. Euro. Bislang habe die Konsensschätzung bei 992 Mio. Euro gelegen.
Die Bank leide unter der Euro-Schwäche. Ein markanter Teil der Kosten falle in GBP und USD an. Beide Währungen hätten in den letzten Monaten gegenüber dem Euro kräftig steigen können. Anscheinend habe man sich nicht - oder zumindest nicht in ausreichendem Maße - gegen diese Währungseffekte abgesichert und den Anstieg der Aufwendungen auch nicht anderweitig kompensieren können.
Dass das Wertpapier zunächst eine positive Reaktion auf die Gewinnwarnung gezeigt habe, liege daran, dass sich die Entwicklung der Einnahme-Seite etwas besser gestaltet habe als im Vorfeld erwartet. Dem Vernehmen nach würden die Erträge bei 8 Mrd. Euro liegen, womit die Konsensschätzung geringfügig übertroffen worden sei. An der Zielsetzung, die Kernkapital-Quote (Tier-1) unter Berücksichtigung der Anforderungen von Basel III auf 7,2% anzuheben, werde nicht gerüttelt. Das Management habe mitgeteilt, dass man eventuell auf den Abbau von bilanziellen Risikopositionen zurückgreifen werde, um die angepeilte Marke zu erreichen.
Wie bereits die Konkurrenten müsse auch die Deutsche Bank im Investment-Banking den Gürtel enger schnallen. 500 Arbeitsplätze seien schon gestrichen worden, weitere 1.000 Stellen sollten in den nächsten Monaten abgebaut werden. Damit müsse jeder zehnte Beschäftigte in dieser Sparte die Bank verlassen.
Nachdem in den letzten Tagen noch die Schreckgespenster Quartalsverlust und Kapitalerhöhung die Runde gemacht hätten, würden die Investoren jetzt doch hörbar aufatmen. Allerdings würden die Zahlen den Schluss zulassen, dass die Bank keine oder nur in geringem Umfang Rückstellungen in Bezug auf die laufenden Ermittlungen rund um die Manipulation des LIBOR gebildet habe. Das sei mutig, könnte sich jedoch schon im nächsten Quartal rächen.
Das schwache Quartalsergebnis sei schon weitestgehend im Kurs eingepreist gewesen. Das Papier habe seit Jahresbeginn rund ein Fünftel seines Wertes eingebüßt. Ein derart tiefes Kursniveau, wie es jetzt zu sehen sei, habe es zuletzt in 2009 zu verzeichnen gegeben. Sonderlich attraktiv sei das Investment trotzdem nicht. Die Anteilsscheine würden auch in den nächsten Wochen zahlreiche Belastungsproben zu absolvieren haben.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" erwarten bei der Deutsche Bank-Aktie keine überdurchschnittliche Kursentwicklung und halten es so wie schon in den vergangenen Monaten: Sie bleiben ohne Position. (Ausgabe 113 vom 25.07.2012) (26.07.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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